Lehrstuhl für Medizingeschichte

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ist Bestandteil des Instituts für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Er ist interdisziplinär ausgerichtet und beteiligt sich an der Forschung und Lehre in der Medizinischen und in der Philosophischen Fakultät. Lehrstuhlinhaber ist der Medizinhistoriker Prof. Dr. phil. Flurin Condrau.

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte hat den Anspruch, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene mit den etablierten Zentren des Faches in einem kollegial-produktiven Konkurrenzverhältnis zu stehen. Der Lehrstuhl soll ein international renommierter und lokal vernetzter Forschungs- und Lehrbetrieb sein. Akzente werden durch die Organisation von Fachtagungen und Workshops gesetzt. 

Dem Lehrstuhl angegliedert sind eine öffentlich zugängliche Fachbibliothek und ein Archiv. Letzteres entstand 2003 aus der Handschriften- und Bildersammlung. Archivbesucherinnen und -besucher werden gebeten, telefonisch oder per Email einen Termin zu vereinbaren.

Forscher und Forscherinnen des Lehrstuhls für Medizingeschichte sind auch im Kompetenzzentrum Geschichte des Wissens (UZH und ETHZ) sowie der AG Medical Humanities vertreten. Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ging 2014 aus dem 1951 gegründeten Medizin-Historischen Institut hervor.

Aktuelles

  • Der Workshop wird in der letzten Aprilwoche 2020 in Zürich stattfinden. Eine kurze Beitragsskizze von 400 Wörtern (in Deutsch, Französisch oder Englisch), die Fragestellung, Herangehensweise und Quellenbasis erläutert, erbitten wir bis Ende Dezember 2019 an: beat.bächi@uzh.ch

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  • In unserem Forschungskolloquium diskutieren wir vorrangig Projekte, die «work in progress» sind. Wir bitten die Referierenden, die zur Diskussion gestellten Textunterlagen eine Woche vor dem jeweiligen Termin an den Lehrstuhl zu schicke

    Bei Interesse E-Mail an mirjam.janett@uzh.ch

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  • In der Hauptbibliothek – Medizin Careum eröffnet am 16. September die neue Ausstellung "Bade, trinke, atme!" (bis 25.01.2020). Gezeigt werden historische Werbebroschüren aus der Blütezeit des Schweizer Kurtourismus (ca. 1860 bis 1950).

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  • Im Auftrag der Psychiatrie Baselland (PBL) führten Marina Lienhard und Flurin Condrau ein Forschungsprojekt zu Psychopharmakologischen Versuchen an der PBL durch. Die Pilotstudie dauerte von August 2018 bis Februar 2019. Ziel war es, Art, Umfang und Rahmenbedingungen von Versuchen mit Medikamenten an der PBL zwischen 1950 und 1975 erstmals genauer zu untersuchen.

    Der vollständige Bericht, sowie eine zum Thema erschienene Sonderausgabe der Hauszeitung der PBL „Diagonal“ können online unter https://www.pbl.ch/ueber-uns/medikamententests eingesehen werden.

    Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse erschien zudem am 19.06.2019 in der Schweizerischen Ärztezeitung: https://saez.ch/article/doi/saez.2019.17819.

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  • Am Lehrstuhl für Medizingeschichte der Universität Zürich (Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte) sind zwei auf drei Jahre befristete Assistentinnen-/Assistentenstellen (Doc: 60%; Postdoc 60-80%) per 1. September oder nach Vereinbarung zu besetzen.

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  • Im Archiv für Medizingeschichte befindet sich ein grosser Nachlass des Psychiaters, Hirnforschers, Entomologen und Sozialreformers Auguste Forel (1848-1931), der in den 1960er Jahren dem damaligen medizinhistorischen Institut direkt von Forels Sohn, Oscar Louis F. (1891-1982), übergeben wurde.

    Unter den einmaligen und authentischen Quellen befinden sich auch mehrere Fotoalben aus der Zeit von 1862 bis 1920. Wie damals üblich, wurden unter Freunden, Kollegen und dem beruflichen Netzwerk Porträts ausgetauscht.

    Forel sammelte diese in sogenannten «Steckalben» und beschriftete sie nachträglich aus der Erinnerung (mit krakeliger Schrift der linken Hand nach seinem Schlaganfall 1912). Es ging also nicht nur darum, die Porträts zu erhalten, sondern das gesamte Ensemble der Sammlung und Erinnerung.

    [Z. B. auf der linken Seite: Porträt von Otto Stoll (1849-1922), ca. 1871, studierte zunächst zusammen mit Forel Medizin, bevor er nach Auslandsreisen in Ethnografie und Anthropologie habilitierte. Er war ab 1891 der erste Professor für Geografie unter Einbezug der Völkerkunde an der Universität Zürich]

    Das älteste kleinformatige Album («mes vieux camarades d’enfance A Forel») mit Porträts aus den Jahren 1862-1875 war in besonders schlechten Zustand. Die teilweise sehr seltenen Porträts wurden intensiv genutzt.

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