Lehrstuhl für Medizingeschichte

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ist Bestandteil des Instituts für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Er ist interdisziplinär ausgerichtet und beteiligt sich an der Forschung und Lehre in der Medizinischen und in der Philosophischen Fakultät. Lehrstuhlinhaber ist der Medizinhistoriker Prof. Dr. phil. Flurin Condrau.

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte hat den Anspruch, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene mit den etablierten Zentren des Faches in einem kollegial-produktiven Konkurrenzverhältnis zu stehen. Der Lehrstuhl soll ein international renommierter und lokal vernetzter Forschungs- und Lehrbetrieb sein. Akzente werden durch die Organisation von Fachtagungen und Workshops gesetzt. 

Angegliedert an den Lehrstuhl sind eine öffentlich zugängliche Fachbibliothek und ein Archiv. Letzteres entstand 2003 aus der Handschriften- und Bildersammlung. Archivbesucherinnen und -besucher werden gebeten, telefonisch oder per Email einen Termin zu vereinbaren.

Forscher und Forscherinnen des Lehrstuhls für Medizingeschichte sind auch im Kompetenzzentrum Geschichte des Wissens (UZH und ETHZ) sowie der AG Medical Humanities vertreten. Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ging 2014 aus dem 1951 gegründeten Medizin-Historischen Institut hervor.

News

  • Manuel Merkofer will spend nine months to do archival research in North America for his PhD project and exchange with scholars at McGill in Montreal and UCSF in San Francisco.

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  • Manuel Merkofer präsentierte an der diesjährigen Konferenz der American Association for the History of Medicine (AAHM) in Saratoga Springs ein Paper zum neurochirurgischen Patienten Ende der 1970er-Jahre.

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  • Die Spezialisierung und Vermassung der Tierproduktion schuf seit der Mitte des 20. Jahrhunderts neue Krankheiten, sogenannte Produktionskrankheiten. Nun standen nicht mehr Seuchen im Vordergrund, sondern multifaktorielle, chronische Krankheitsbilder, die sich in verminderter Leistung manifestierten.

    Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes

    Angeregt durch die klassischen Laborstudien untersucht dieses Forschungsprojekt die Ko-Produktion von Gesundheit und Krankheit im Stall. Der Stall ist nicht nur aufgrund seiner Hygienebedingungen ein besonderes Labor, er ist es auch, weil er unauflösbar in die Produktion und Reproduktion eingebunden ist. Die drei empirischen Teilprojekte fokussieren die ökonomisch wichtigsten Nutztiere in der Schweizer Agrarproduktion: Rinder, Schweine und Hühner. Mit Blick auf konkrete landwirtschaftliche, agrarwissenschaftliche und veterinärmedizinische Praktiken in und rund um die jeweiligen Ställe untersuchen die Teilprojekte, wie die zunehmend spezialisierte und intensivierte Nutztierhaltung von einer Medikalisierung der Tierkörper, der Herausbildung einer präventiven Nutztiermedizin und Veränderungen in der Zuchthygiene begleitet und befördert wurde. Dabei stand nicht das individuelle Tier, sondern das Tierkollektiv – und mit ihm die Herdenmedizin – im Fokus.

    Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

    Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag einerseits zur Integration der Veterinärmedizin in die Medizingeschichte und verbindet diese andererseits mit der Agrar- und der Umweltgeschichte. Diese Brückenschläge sind deshalb wissenschaftlich und gesellschaftlich relevant, weil die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt untrennbar miteinander verzahnt sind.

    Personelles

    Bereits im Projekt tätig sind Beat Bächi und Henrik Jochum.

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  • Jeweils mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr diskutieren wir auf der Grundlage von pre-circulated papers vorrangig Projekte, die «work in progress» sind. Für die Zoom-Einladung und die Zustellung des pre-circulated papers bitten wir Sie, sich bei Interesse im Vorfeld der Veranstaltungen bei uns zu melden: Mail an Lisa Haushofer.

    Das Forschungskolloquium der Medizingeschichte findet auch dieses Semester online per Zoom und zumeist in englischer Sprache statt. 

     

    März 30

    Yvan Prkachin (Zurich): ‘From Natural Intelligence to Artificial Intelligence: D.O. Hebb and the Birth of Cognitive Neuroscience’

    27. April

    Ryan Whitacre (Geneva/Zurich): ‘The antiviral economy’. Joint In-Person Event with the Chair for Science Studies, ETH, Zurich. Location TBD.

    11. Mai

    Hannah Elizabeth (London). ‘”Everyone expected me to get an abortion:” Negotiating Pregnancy and HIV in Edinburgh at the End of the Twentieth Century’

    18. Mai

    Dana Mahr (Geneva). ‘Digital Citizen Science as Invited Participation’

    1. Juni

    Julia Cummiskey (Chattanooga). ‘Virus Research in 20th Century Uganda’

    15. Juni

    Tiara Muntwiler (Zurich) Master Thesis Presentation

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  • Das Archiv für Medizingeschichte betreibt ein virtuelles Museum mit Foto- und Filmbeiträgen. Der Bereich Fotografie wurde nun ergänzt mit neuen Beiträgen aus den eigenen Beständen.

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  • Im Rahmen der Reihe One Health führte das UZH Magazin ein Interview mit Flurin Condrau und dem Veterinärmediziner Roger Stephan zu Zoonosen und Antibiotikaresistenzen.

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  • In der Sendung "Kulturzeit" auf 3sat besprach Flurin Condrau den Schweizer Weg im Umgang mit der Pandemie im Rahmen des Rückblicks auf die nationale Impfwoche.

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  • Im Interview mit Marc Tribelhorn und Daniel Gerny von der Neuen Zürcher Zeitung sprach Flurin Condrau über die lange Geschichte der Impfkritik.

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  • Aufgrund der aktuellen Corona-Situation findet das Forschungskolloquium der Medizingeschichte per Zoom statt. Jeweils mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr diskutieren wir auf der Grundlage von pre-circulated papers vorrangig Projekte, die «work in progress» sind. Für die Zoom-Einladung und die Zustellung des pre-circulated papers bitten wir Sie, sich bei Interesse im Vorfeld der Veranstaltungen bei uns zu melden: Mail an Lisa Haushofer

    Programm HS 2021

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  • Flurin Condrau war erneut zu Gast bei SRF Club, diskutiert wurde über die Schweizer Impfquote und die Strategie des Bundesamts für Gesundheit. Ebenfalls eingeladen waren Christoph Berger (Präsident Eidgenössische Kommission für Impffragen), Linard Bardill (Liedermacher und Autor), Ingrid Feigl (Psychoanalytikerin), Michael Hermann (Politgeograf und Leiter Forschungsstelle Sotomo) und Rudolf Hauri (Kantonsarzt ZG und Präsident Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte).

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