Lehrstuhl für Medizingeschichte

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ist Bestandteil des Instituts für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Er ist interdisziplinär ausgerichtet und beteiligt sich an der Forschung und Lehre in der Medizinischen und in der Philosophischen Fakultät. Lehrstuhlinhaber ist der Medizinhistoriker Prof. Dr. phil. Flurin Condrau.

Der Lehrstuhl für Medizingeschichte hat den Anspruch, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene mit den etablierten Zentren des Faches in einem kollegial-produktiven Konkurrenzverhältnis zu stehen. Der Lehrstuhl soll ein international renommierter und lokal vernetzter Forschungs- und Lehrbetrieb sein. Akzente werden durch die Organisation von Fachtagungen und Workshops gesetzt. 

Angegliedert an den Lehrstuhl sind eine öffentlich zugängliche Fachbibliothek und ein Archiv. Letzteres entstand 2003 aus der Handschriften- und Bildersammlung. Archivbesucherinnen und -besucher werden gebeten, telefonisch oder per Email einen Termin zu vereinbaren.

Forscher und Forscherinnen des Lehrstuhls für Medizingeschichte sind auch im Kompetenzzentrum Geschichte des Wissens (UZH und ETHZ) sowie der AG Medical Humanities vertreten. Der Lehrstuhl für Medizingeschichte ging 2014 aus dem 1951 gegründeten Medizin-Historischen Institut hervor.

News

  • Pest, Cholera, Corona-Virus – welche Schlüsse können aus vergangenen Pandemien und Infektionsgeschehen gezogen werden, wie verändert sich dadurch die Sicht auf die gegenwärtige Coronakrise und welchen Wert hat Geschichte für die Medizin allgemein? Im Tagesgespräch bei Radio SRF mit Barbara Peter hat Flurin Condrau auf ein 2020 im Zeichen des Corona-Virus zurückgeschaut.

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  • Woher kommt eigentlich die Impfskepsis? Im Interview mit Radio Südostschweiz und im Beitrag von Radio SRF 1 äusserte sich Flurin Condrau zur historischen Einordnung der Impfkritik sowie zur aktuellen Schweizer Covid-19 Impfstrategie.

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  • Von der Administration früher Impfungen, über die Diabetesforschung von Elliott Joslin bis zur modernen Pharmaindustrie: Der neue Sammelband von Oliver Falk und Axel C. Hüntelmann beleuchtet anhand vielfältiger Fallbeispiele die Rolle der Buchhaltung als medizinische Praxis und für die Genese der modernen Medizin. Er ist soeben bei Manchester University Press unter dem Titel "Accounting for health. Calculation, paperwork, and medicine, 1500-2000" erschienen.

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  • Mirjam Janett spricht an der diesjährigen Konferenz der American Association for the History of Medicine (AAHM). Im Rahmen des Panels "The Medical Management of Bodies: Intersex, Inmates, and Aids to Hearing" präsentiert sie am 22. Januar ihre Forschung zur medizinischen Behandlung von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen in der Schweizer Pädiatrie (1945-1970).

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  • Das Interview mit Flurin Condrau über 200 Jahre Impf-Geschichte ist in der Zeitung Work erschienen.

     

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  • Flurin Condrau war erneut zu Gast im Club des Schweizer Fernsehens zum Thema "Corona – Erlöst uns die Impfung?". Ebenfalls mitdiskutiert haben im Club Nora Kronig Romero (Leiterin Abteilung Internationales, Bundesamt für Gesundheit), Marcus Caduff  (Wirtschaftsdirektor Graubünden), Jan Fehr (Infektiologe Universitätsspital Zürich) und Pierre Alain Schnegg (Gesundheitsdirektor Bern).

    Zudem hat sich Flurin Condrau in einem Interview für die Wochenzeitung "Die Zeit" zur Frage geäussert, warum die Covid-Toten in der Schweiz relativ wenig Resonanz erzeugen.

    "Die Zeit" (26.11.20): Wieso uns die Toten nicht kümmern

    Kürzlich sind in weitere Beiträge im "Tagesanzeiger" sowie auf "kath.ch" erschienen.

    "Tagesanzeiger" (02.12.20): Historiker erkennen Muster der Eugenik

    "kath.ch" (04.12.20): Medizinhistoriker warnt vor Eugenik bei Corona-Triage

     

     

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  • Das Programm des Forschungskolloquiums für Medizingeschichte wurde aktualisiert (Link zum neuen Programm). Bereits am nächsten Mittwoch findet der nächste Termin statt. Martina Sochin-Delia wird über Fehl- und Totgeburten in der Region St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein im 19. und 20. Jahrhundert sprechen.

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  • "Aus erster Hand. Gehörlose, Gebärdensprache und Gehörlosenpädagogik in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert" von Rebecca Hesse, Alan Canonica, Mirjam Janett, Martin Lengwiler und Florian Rudin ist im Chronos Verlag erschienen. Das Buch verfolgt die Entwicklung der Schweizer Gehörlosenpädagogik von den Anfängen der Gehörlosenbildung im 18. Jahrhundert bis zum Ende der Taubstummenanstalten und der Entstehung der späteren Sprachheilschulen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf Grundlage breiter Archivbestände und Interviews mit Gehörlosen verschiedener Generationen wird die wechselhafte Geschichte über eine kulturelle Minderheit erzählt, die ihre Identität wesentlich auf der Gebärdensprache gründet.

     

     

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  • Im Interview mit CH Media, unter anderem erschienen in der Luzerner Zeitung, sprach Flurin Condrau über frühere Pandemien in der Schweiz, deren politische Folgen sowie die aktuelle Bewältigung der Coronapandemie.

     

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  • Im Webinar der Society for the Social History of Medicine reflektierte Flurin Condrau zusammen mit Michael Bresalier, Pratik Chakrabarti, Rosemary Cresswell und Samiksha Sehrawat über die COVID-19-Pandemie aus historischer Sicht. Hier der Link zur Aufzeichnung auf Youtube (englisch).

     

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