Workshop: Was ist Medizin? Perspektiven aus den Medical Humanities

Workshop Medical Humanities

Donnerstag, 5. Nov 2015, 09:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Seit einigen Jahren wird unter dem Begriff Medical Humanities vor allem im angelsächsischen Raum eine rege Debatte um die Rolle der Geistes– und Sozialwissenschaften in und ihre Beschäftigung mit der Medizin geführt. In der Schweiz befassen sich die Akademien der Wissenschaften seit 2012 mit dem Thema. An der Universität Zürich wurde 2014 ein Center for Medical Humanities am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte ins Leben gerufen. Diese Entwicklungen zeigen die aktuelle Relevanz des Themas und sie verlangen nach einer lokalen und inhaltlichen Diskussion darüber, was und wer die Medical Humanities in Zürich sind und wie sie sich verstehen. 

Unsere eintägige Veranstaltung versteht sich als ein Beitrag von Nachwuchsforschenden der UZH zu dieser Diskussion. Was «ist» Medizin? Wie wird Medizin als Forschungsgegenstand auf unterschiedliche Art und Weise in verschiedenen Disziplinen gedacht, konzeptualisiert und erforscht? Welche Vorstellungen, Bilder und Begriffe von und über Medizin sind in den verschiedenen Fächern relevant und aktuell? Wo gibt es Unterschiede und Schnittmengen? Inwieweit arbeiten die Disziplinen in den thematischen Bereichen Medizin-Krankheit-Gesundheit bereits interdisziplinär? Und wo gibt es Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsprojekte? 

Diese und weitere Fragen sollen von den TeilnehmerInnen des Workshops in kurzen Input-Referaten erörtert und anschliessend im Plenum diskutiert werden. Auf diese Weise soll eine inhaltliche Standortbestimmung der Medical Humanities in Zürich erfolgen. Interessierte Nachwuchsforschende aus allen geistes- sozial und medizinwissenschaftlichen Fächern sind herzlich eingeladen, teilzunehmen, mitzudiskutieren, zuzuhören oder sich für einen Kurzbeitrag zu melden. Den Abschluss des Workshops bildet ein öffentlicher Abendvortrag der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Franziska Gygax aus Basel mit anschliessendem Apéro. 

Finanziert durch einen Short Grant des Graduate Campus (UZH) mit freundlicher Unterstützung des Zentrum Geschichte des Wissens (ETH/UZH)